Warum Yoga für mich so viel mehr ist als Bewegung
Ankommen. Spüren. Weich werden.
Kennst du das Gefühl, dass dein Kopf einfach nicht zur Ruhe kommt? Dass die Gedanken kreisen, obwohl du eigentlich nur einen Moment durchatmen möchtest?
Viele Menschen versuchen, Entspannung über den Kopf zu erreichen. Sie nehmen sich vor, ruhiger zu werden, mehr Pausen zu machen oder weniger zu grübeln. Doch unser Nervensystem funktioniert oft anders. Es lässt sich nicht einfach überreden.
Deshalb beginnt Yoga für mich nicht im Kopf – sondern im Körper.
Der Körper kennt oft den Weg zuerst
Yoga ist für mich in erster Linie Bewegung.
Nicht, um leistungsfähiger zu werden. Nicht, um besonders beweglich zu sein. Sondern um wieder mit dem eigenen Körper in Kontakt zu kommen.
Wenn wir uns regelmäßig bewegen, bewusst atmen und unseren Körper wahrnehmen, verändert sich oft ganz von selbst auch etwas in unserem Inneren. Der Atem wird ruhiger. Die Gedanken werden leiser. Das Nervensystem beginnt, sich zu regulieren.
Jeder Mensch braucht dafür unterschiedlich viel Zeit.
Manche kommen nach wenigen Minuten bei sich an. Andere brauchen mehrere Stunden oder Wochen. Beides ist völlig in Ordnung.
Deshalb gibt es bei mir kein „Du musst“. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte mit – und sein ganz eigenes Tempo.
Warum Freude und Lachen für mich Teil der Yogastunde sind
Vielleicht überrascht dich dieser Satz:
In meinen Yogastunden wird auch gelacht. Nicht ständig. Aber immer dann, wenn es entsteht.
Denn Freude ist weit mehr als ein schönes Gefühl.
Unser Gehirn verbindet angenehme Bewegung mit Sicherheit. Beim Lachen und bei positiven Erlebnissen werden Botenstoffe ausgeschüttet, die unser Wohlbefinden fördern und z.B. Schmerzen positiv beeinflussen können.
Unser Nervensystem lernt: Hier darf ich loslassen.
Deshalb lege ich so viel Wert auf Leichtigkeit. Yoga ist für mich kein Leistungssport.
Es geht nicht darum, besonders tief in eine Haltung zu kommen oder perfekt auszusehen. Es geht darum, den Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen und sich selbst wieder zu spüren.
Jeder Mensch bringt etwas anderes mit
Die Menschen, die zu mir kommen, haben ganz unterschiedliche Gründe:
▪️Manche möchten nach einem stressigen Arbeitstag einfach den Kopf frei bekommen.
▪️Andere suchen als Crossfitterin oder Crossfitter einen Ausgleich zu intensiven Trainingseinheiten.
▪️Wieder andere wünschen sich als Reiter*in mehr Beweglichkeit und eine feinere Verbindung zu ihrem Pferd.
So unterschiedlich die Ausgangspunkte auch sind – oft geht es im Kern um dieselbe Sehnsucht: Wieder bei sich selbst anzukommen.
Warum meine Gruppen bewusst klein bleiben
Als Ärztin und traumasensible Wegbegleiterin weiß ich, wie wichtig ein sicherer Rahmen für echte Entspannung ist.
Deshalb halte ich meine Yogagruppen bewusst klein.
So kann ich auf jeden Menschen eingehen, Haltungen individuell anpassen und bei Bedarf unterstützen. Jeder Körper ist anders. Was sich für den einen gut anfühlt, kann für den anderen überhaupt nicht passen.
Diese persönliche Begleitung ist mir wichtiger als große Gruppen.
Denn ich wünsche mir, dass sich jeder Mensch in meinen Stunden sicher fühlt – unabhängig davon, ob er zum ersten Mal auf einer Yogamatte steht oder schon viele Jahre praktiziert.
Komm genau so, wie du bist
Vielleicht fühlst du dich heute erschöpft.
Vielleicht hibbelig.
Vielleicht steif.
Vielleicht neugierig.
Oder von allem ein bisschen.
All das darf da sein
Du musst hier nichts leisten und niemandem etwas beweisen, denn Yoga bedeutet für mich nicht, jemand anderes zu werden. Sondern dir selbst wieder ein Stück näherzukommen.
Über die Autorin
Beate Pippig ist Ärztin, Yogalehrerin und angehende SE-Practitionerin. In ihrer Praxis in Oranienburg verbindet sie medizinisches Wissen mit Yoga und traumasensibler Begleitung – damit Menschen wieder Vertrauen in ihren Körper finden und ihr Nervensystem zur Ruhe kommen darf.
Beate Pippig
Ärztin, Yogalehrerin und angehende SE-Practionerin
